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Künstliche Intelligenz in der Medizin? – Die Mehrheit sagt ja!

14. Juli 2019
Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung befürwortet den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Medizin. Über 50 Prozent der Bürgerinnen und Bürger würden KI-gestützten Diagnosen in etwa gleich oder mehr vertrauen als rein ärztlichen Diagnosen – das ergab eine repräsentative Umfrage des aktuellen Wissenschaftsjahres.
Künstliche Intelligenz in der Medizin? – Die Mehrheit sagt ja!

67 Prozent der deutschen Bevölkerung befürworten den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) in der Medizin, beispielsweise im Bereich der Diagnostik. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des Wissenschaftsjahres 2019 – Künstliche Intelligenz. „Die Bürgerinnen und Bürger sehen die Chancen von KI in der Medizin. Das bestärkt uns darin, KI im Gesundheitsbereich gezielt zu fördern und ihre Entwicklung damit weiter voranzutreiben“, sagt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek.

Trotz der hohen Befürwortung von KI in der Medizin sehen die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland die Frage nach dem Vertrauen in KI-gestützte Diagnosen differenziert. Rund 23 Prozent sagen, dass sie einer ärztlichen Diagnose „eindeutig mehr“ oder „eher mehr“ vertrauen würden, wenn diese auf Unterstützung einer KI zurückgreift. 35 Prozent sind der Meinung, dass ihr Vertrauen nicht beeinflusst wird.

Bei der Bereitstellung von anonymisierten Gesundheitsdaten, die für einen effektiven KI-Einsatz in der Medizin notwendig sind, zeigen sich die Deutschen zwiegespalten: So spricht sich zwar eine Mehrheit von 57 Prozent grundlegend dafür aus, Gesundheitsdaten anonymisiert bereitzustellen, wenn diese KI-Diagnosen verbessern. Über 30 Prozent verneinen jedoch diese Bereitschaft. „KI-gestützte Diagnosen eröffnen neue Möglichkeiten. Sie erfordern jedoch Vertrauen in die Technologie. Das müssen wir stärken. Aufklärung über intelligente medizinische Systeme und die gesellschaftliche Diskussion darüber sind wichtige Schritte in diese Richtung“, so Karliczek. Mit dem Wissenschaftsjahr 2019 will das Bundesministerium für Bildung und Forschung hier anknüpfen.
"In unserem JeCaTh-Projekt werden wir zeigen, wie KI in der Krebstherapie zum Wohle der Patientinnen und Patienten zum Einsatz kommen kann," greift Prof. Guntinas-Lichius die Umfrageergebnisse auf. "Wir wissen auch um die Sorgen und Ängste, die mit KI und besonders der Datennutzung verbunden sind," so der Sprecher des JeCaTh-Verbundes weiter. Daher habe man einen eigenen Arbeitsbereich eingerichtet, der sich mit ethisch-rechtlichen Fragen der KI befasst.



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