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1. eHealth-Hackathon

19. – 21. September 2019 | Campus Ernst-Abbe-Platz, Jena

Du möchtest die Zukunft des Gesundheitswesens neu denken? Du willst, dass Digitalisierung und Künstliche Intelligenz unsere Gesundheitsversorgung verbessern? Du interessierst dich für Daten und Codes, brennst für neue Technologien und willst bahnbrechende Anwendungen entwickeln – und das zusammen mit anderen Machern? Dann bist du genau richtig beim #JeCaThon2019.

Wir suchen Programmierer, IT-Experten, Entwickler, Strategen, Designer, Gründer, Macher und sonstige Interessierte, die in kleinen Teams auf Basis von Daten gemeinsam Ideen, Lösungen und Prototypen für eHealth-Anwendungen entwickeln. Egal ob ihr aus der IT, dem Gesundheitswesen oder aus anderen Bereichen kommt: Lasst eurer Kreativität freien Lauf, macht mit bei vorgeschlagenen Challenges oder kommt mit eigenen Themen und zeigt uns, welche Lösungen ihr mit den bereit gestellten Daten entwickeln könnt – und das alles innerhalb von 39 Stunden!

Eure Lösung präsentiert ihr einer Jury und es winken attraktive Preisgelder. Die Teilnahme am Hackathon ist kostenlos.


Jury

Valentina-Kerst Valentina Kerst
Staatssekretärin Thüringer Ministerium
für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft
Thorsten Gau

Thorsten Gau
Chief Technology Officer (CTO),
IBM Services

Avatar Frau

Dr. Marion Schnute
Portfoliomanagement IBM Gesundheitsplattform

Guido Dressel Guido Dressel (als beratendes Mitglied)
Leiter Landesvertretung Thüringen TK
Veronika-Thiel Veronika Thiel
Referentin AlgorithmWatch
Publikum Publikum

FAMILIENFEST

20. September 2019 | 10­­ – 16 Uhr | Campus, Ernst-Abbe-Platz

Los geht es um 10 Uhr am Ernst-Abbe-Campus. Während unsere Hacker-Teams sich weiter ihren Challenges stellen, werden wir den Internationalen Kindertag nutzen und unsere Themen kindertauglich verpacken.

Wir haben viele Mitmach-Angebote

  • Zum Beispiel vom Witelo e.V. Hier können Kinder und Erwachsene unter anderem selbst programmieren und forschen.
  • Ihr wolltet schon immer mal einen kleinen Roboter tanzen sehen? Dann besucht uns und NAO. Ihr könnt NAO ebenfalls programmieren, mit ihm Tai Chi machen oder gegen ihn ein Brettspiel spielen.
  • Ein Mikroskop selber bauen? Das geht bei uns und dem Team des Leibniz Instituts für Photonische Technologien (IPHT). Mit der UC2-Toolbox entsteht ein Mikroskop.
  • Was haben Ernährung und Bewegung mit der Behandlung von Krankheiten zu tun? Das erfahrt ihr beim Smoothiemobil der TK.
  • Alpakas haben nicht nur eine kuschelige Wolle, sondern auch eine ganz besondere Proteinstruktur. Die kann vielleicht in einigen Jahren für die Therapie von Krebserkrankungen genutzt werden.
  • Ihr wollt mehr über die Forschung zu Krebs und die neuen Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz und Digitalisierung erfahren? Dann besucht unsere Vortragsreihe: „Wissenschaft einfach erklärt“. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigen euch, woran sie forschen und wie die Medizin der Zukunft aussehen kann.
    ab 11 Uhr Thorsten Gau (IBM): „Künstliche Intelligenz – Was ist das und wofür kann man es verwenden?“ und Prof. Dr. André Scherag (UKJ): „Zurück in die Zukunft: KI in der Medizin“
    ab 13 Uhr Prof. Dr. Guntinas-Lichius (UKJ): „Computer und Roboter im Operationssaal als Freund und Helfer“ und Michel Layher (EAH): „Von der Idee zum realen Bauteil – 3D-Drucktechnologien im Überblick und deren
    Anwendungspotential für die Strahlentherapie.“
  • Natürlich darf die Hüpfburg zum Austoben und etwas zu essen und zu trinken auf einem Familienfest nicht fehlen.


Alpakas, Kamele und Co. - Viel mehr als nur süß.

Alpakas, Kamele sowie ihre nächsten Verwandten sind nicht nur schön anzusehen, sondern können gegebenenfalls auch als lebensrettende Helfer und Begleiter in der Tumordiagnostik fungieren.

Was bedeutet das?

Um die Vorteile und den Nutzen dieser Tiere in der Tumordiagnostik zu verstehen, muss man die Funktion sogenannter Antikörper im Prozess einer sogenannten Immun-Therapie beleuchten.

Unter einem Antikörper versteht man eine Klasse von Proteinen, die in der Forschung, der Diagnostik sowie in der Beurteilung von Zellerkrankungen eingesetzt werden. Diese Proteine erkennen nicht nur Krankheitserreger oder Tumorzellen, sondern geben auch Hinweise auf deren Verbreitung im Körper. Daher werden die Einsatzmöglichkeiten von Antikörper nicht nur zur Diagnose, sondern auch als mögliche Medikamentenklasse in der Immun-Therapie gegen Krankheitserreger erforscht.

Betrachtet man einen solchen Antikörper in seiner Struktur etwas genauer, kann man erkennen, dass ein menschlicher Antikörper die Form eines Ypsilons besitzt und sich aus zwei schweren und zwei leichten Proteinketten zusammensetzt. In der Regel kann ein menschlicher Antikörper spezifisch einen bestimmten Krankheitserreger erkennen. Werden diese vom Antikörper erkannt, so folgt eine Fixierung und Markierung des Krankheitserregers durch den Antikörper wodurch eine Immunantwort des Körpers ausgelöst und eine Bekämpfung des Krankheitserregers eingeleitet wird.

Welche Rolle spielen nun Alpakas, Kamele und Co.?

Betrachtet man Alpakas, Kamele und Co. genauer, kann man erkennen, dass diese eine besondere Form von Antikörpern, sogenannte camelide Antikörper, besitzen. Diese sind nicht Ypsilon-artig und bestehen nicht aus mehreren Proteinketten, sondern aus einer einzigen Proteinkette. Diese cameliden Antikörper weisen eine höhere Stabilität, eine bessere Löslichkeit sowie eine höhere Hitzebeständigkeit auf. Durch die geringe Größe der cameliden Antikörper werden Krankheitserreger und Tumorzellen teils besser erkannt und gebunden. Camelide Antikörper können leichter und tiefer in infizierte Gewebe eindringen.

Was bedeutet das für die Tumordiagnostik?

Die Tumordiagnostik profitiert von den besonderen Eigenschaften der cameliden Antikörpern. Durch die Größe lassen sich Zielgewebe und Tumoren gut durchdringen. Die Idee ist, neben der Tumordiagnostik auch zukünftig Viruserkrankungen, wie zum Beispiel HIV, effektiver erkennen und bekämpfen zu können, denn die cameliden Antikörper lassen sich besonders leicht gegen sehr wandlungsfähige Virus-Varianten anpassen.

Die Erforschung der cameliden Antikörper steht erst am Anfang und ein Einsatz in der Krebstherapie wird noch einige Jahre Forschungsaufwand benötigen.

THEMENTAG FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

21. September 2019 | 12 – 17 Uhr | Campus, Ernst-Abbe-Platz

Teilnehmende der Podiumsdiskussion

Valentina-Kerst Valentina Kerst
Staatssekretärin Thüringer Ministerium
für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft
Thorsten Gau

Thorsten Gau
Chief Technology Officer (CTO),
IBM Services

Guido Dressel Guido Dressel
Leiter Landesvertretung Thüringen TK
Veronika-Thiel Veronika Thiel
Referentin AlgorithmWatch
Thomas Bocklitz PD Dr. Thomas Bocklitz
Abteilungsleiter Photonic Data Science,
Leibniz Institut für Photonische Technologien (IPHT)
PARTNER IN DER WETTBEWERBSPHASE